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Je mehr Gegenstand - desto größer die Liebe zu ihm - einem absoluten Gegenstand kommt absolute Liebe entgegen. Zu dir kehr ich zurück, edler Kepler, dessen
hoher Sinn ein vergeistigtes, sittliches Weltall sich erschuf, statt daß in unsern Zeiten es für Weisheit gehalten wird - alles zu ertöten, das Hohe zu erniedrigen, statt das Niedre zu erheben - und selber den Geist des
Menschen unter die Gesetze der Mechanik zu beugen Novalis (1772-1801), Fragmente, Nr. 92
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“Man kann von Kepler wie nur von wenigen großen Naturwissenschaftlern sagen, daß das,
was er erreichte, nie erreicht worden wäre, wenn nicht er es getan hätte. Die auf der bloßen Beobachtung mit dem Auge beruhende Entdeckung, daß Planeten sich auf Ellipsen bewegen und dem Flächensatz gehorchen, ist so
außerordentlich unwahrscheinlich - und wie Kepler zu dem Ergebnis kam, ist so außerordentlich persönlich -, daß sie einfach außerhalb des Verlaufs jeder zwangsläufigen Entwicklung liegt.” Bruce Stephenson
Kepler’s Physical Astronomy, 1987
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Ein überaus schönes Buch ist die “Weltharmonik”, vielleicht das schönste, das je ein Naturforscher über seine Welt schrieb. Träumend kann man sich darin
versenken. Aber auch ein Wagnis ist sie, ein unerhört kühner Wurf, der die Geister immer wieder rütteln und aufwecken will zu neuem Wagnis, denn, so sagt Kepler: “Mangel an Wagemut ist der Tod der Philosophie; laßt uns leben
und rührig sein!” Franz Hammer Johannes Kepler, 1943
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Die Naturwissenschaften sind für Kepler ganz und gar nicht Mittel, die dem materiellen Nutzen des Menschen dienen, die ihm die Technik ermöglichen, mit deren
Hilfe er sich besser in der unvollkommenen Welt einrichten kann, und die ihm den Weg des Fortschritts ermöglichen. Die Naturwissenschaften sind ihm im Gegenteil ein Mittel zur Erhebung des Geistes, ein Weg, Ruhe und Trost zu
finden im Anschauen der ewigen Vollkommenheit der Schöpfung. Werner Heisenberg
Das Naturbild der heutigen Physik, 1955
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